Kochprojekt

Aufgrund von Problemen mit dem Gebäude der Suppenküche, musste die komplette Einrichtung im Jahr 2014 umziehen. Da die Suche nach einer geeigneten Unterkunft schwer fiel, wurde eine Übergangslösung geschaffen, die jedoch ein paar Tücken mit sich brachte. Es durfte nicht gekocht werden, da das Gebäude unter DenkmDSC_0643aalschutz stand. Aufgrund dessen wurde für die Mittagsversorgung Essen geliefert. Der negative Beigeschmack dabei war, dass das Essen zu höheren Preisen angeboten werden musste, als es für eine Suppenküche allgemein üblich ist.

Aufgrund dieses Missstandes in der Landeshauptstadt Potsdam überlegten wir uns, „Mal wat Warmes“ ins Leben zu rufen. Unter diesem Titel läuft unsere Koch-AG bereits seit Mitte des Jahres 2015. Insbesondere eine warme Mahlzeit stellt für jeden Menschen ohne festen Wohnsitz eine gelungene Abwechslung auf seinem Teller dar. So initiierten wir eine Kochgruppe, konzipiert für bis zu 9 Personen zzgl. Mitarbeiter*innen der CRESO gGmbH. Einmal in der Woche kommen seitdem regelmäßig jede Woche diverse Personen in unsere Räumlichkeiten und kochen gemeinsam ein selbst gewähltes Menü.

Uns ist es dabei wichtig, dass sie sich untereinander abstimmen, was sie kochen wollen. Eine Person wird als Verantwortliche*r  ernannt und geht folglich mit einer*m Sozialarbeiter*in einkaufen. Dank der finanziellen Unterstützung des Soziale Stadt e.V. gibt es ein festes Büdget für jede Woche, welches eine vollwertige Mahlzeit sichert. Des Weiteren stellen wir jede Woche fest, dass sich die jeweiligen Anwesenden gut untereinander vernetzen können und die Atmosphäre zu einem anderen Austausch einlädt, als sie es sonst gewohnt sind. Vor allem das gemeinschaftliche Essen und die Möglichkeit, untereinander sich zu unterstützen, wird positiv aufgefasst. Des Weiteren bemerken die Anwesenden stets positiv, dass sie selbstbestimmt entscheiden können, was gekocht wird. In der Suppenküche sind sie mehr Gast als Koch oder Köchin. In unseren Räumlichkeiten dürfen sie entscheiden, was es zu essen gibt und genau das ist es, was sie stets zu uns kommen lässt. Dazu kommt noch, dass sie gleichzeitig eine Beratung erhalten können, sofern dies gewünscht ist.